Einheitliche Behördenrufnummer 115

Mit der einheitlichen, leicht zu merkenden Behördenrufnummer 115 erhalten Bürgerinnen und Bürger einen direkten Zugang zu Auskünften über Leistungen der öffentlichen Verwaltung. Der Pilotbetrieb der Rufnummer 115 startete am 24. März 2009 in Modellregionen.

 

Unter der Rufnummer 115 werden telefonische Bürgerservices von Kommunen, Landes- und Bundesbehörden vernetzt, so dass Auskünfte zu Verwaltungsanliegen, wie z.B. Öffnungszeiten verschiedener Behörden, Zuständigkeiten für bestimmte Anliegen oder andere Informationen, alle unter dieser Nummer erfragt werden.

Laut Serviceversprechen des D115-Verbundes sollen 55 % der Anfragen schon vollständig beim ersten Anruf direkt beantwortet werden. Anfragen, die nicht sofort bearbeitet werden können, sollen an den zuständigen Ansprechpartner auf kommunaler, Landes- oder Bundesebene weitergeleitet werden.

Vorbild für die deutsche Behördenrufnummer ist übrigens der New Yorker Bürgerservice mit der Telefonnummer 311.

Die Einführung der deutschen Behördenrufnummer ist ein Projekt des Bundesministeriums des Inneren. Im Frühjahr 2007 begannen die Planungen für das Projekt D115, im März 2009 startete in mehreren Modellregionen der Pilotbetrieb, unter anderem in Berlin, Hamburg, Oldenburg und in großen Teilen Nordrhein-Westfalens.

Im Dezember 2009 haben der Bund und die kommunalen Spitzenverbände für die Bundesebene vereinbart, dass die Rufnummer 115 bis zum Jahr 2013 in ganz Deutschland erreichbar sein soll.

Projekthomepage D115    

>>> www.d115.de

Broschüre D115

>>> pdf-Datei, 724 KB (Quelle: www.d115.de)  


 

Weitere Informationen im Internet zur D115

>>> www.d115-kompetenz.de

>>> www.kgst.de (KGSt-Materialien Nr. 2/2011: Servicecenter und D115 - Erfahrungsberichte aus den Kommunen

Behördennummer 115 in Schleswig-Holstein


Am 7. September 2010 tagte die fünfte Regionalkonferenz des Projektes D115 in Kiel. Auf Einladung des Bundesinnenministeriums sowie des Innen- und Finanzministerium des Landes Schleswig-Holstein konnten sich Vertreter von Städten, Kreisen und kreisangehörigen Gemeinden über den aktuellen Sachstand und die Erfahrungen mit der einheitlichen Behördenrufnummer 115 im Pilotbetrieb informieren.

In Schleswig-Holstein kann der Zuständigkeitsfinder (ZuFiSH), der bereits heute im Internet Auskunft über 1000 Leistungen der Verwaltungen gibt, eine Basis für mögliche kommunale Teilnehmer am Projekt D115 sein.

Bei einer Anwahl der 115 zum jetzigen Zeitpunkt, erhält man in Schleswig-Holstein über eine Bandansage die Auskunft, dass die Region derzeit noch nicht angebunden ist.

Eine mögliche Umsetzung der D115 in Schleswig-Holstein wird im Auftrag der kommunalen Landesverbände Schleswig-Holstein betrachtet. Dataport ist in dieses Vorhaben eingebunden und hat dafür als Berater und Ansprechpartner Günter Marnau (Tel. 040-42846-2304   Email: guenter.marnau@dataport.de ) eingesetzt.

 Flyer "Service für D115", Dataport   
     

Zur Zeit erstellen KomFIT (Kommunales Forum für Informationstechnik e.V.) gemeinsam mit dem Kreis Segeberg und Dataport eine Machbarkeitsstudie für ein landesweit einheitliches Vorgehen bei der Einführung des neuen Services.

Neben Dataport sind hier die Ansprechpartner:

 
Thorsten Luckow
Kreis Segeberg, Informations- und Kommunikationsmanagement
Hamburger Str. 30, 23795 Bad Segeberg
Tel. 04551-951-270
Email: Thorsten.Luckow@Kreis-Segeberg.de
 
Frank Weidemann
KomFIT e.V.
Reventlouallee 6, 24105 Kiel
Tel. 0431-57057-22
Email: frank.weidemann@komfit.de


Das Projekt ist ergebnisoffen orientiert, d.h. es kann im Vorschlag eines zentralen aber auch mehrerer Servicecenter münden. Im Rahmen des Projektes sollen Ziele, Kosten und Nutzen einer landesweiten Umsetzung beschrieben werden.


Die Stadt Kiel hat am 7. Februar 2011 entschieden, die Behördennummer 115 gemeinsam mit Hamburg einzuführen. Ab Juni soll diese Nummer mit dem Service für alle Bürgerinnen und Bürger frei geschaltet sein >>> Pressemeldung .